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Kindheit und Jugend
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Kindheit und Jugend


P. Anizet wurde am 30. Juli 1875 in Preussisch-Friedland ge­boren, das in der ehemaligen Provinz Westpreussen liegt. Sein Vater war der Arbeiter Lorenz Kopiin, seine Mutter dessen Ehefrau Berta, geb. Moldenhau. Dem zwölften Sprössling, zugleich Benjamin der Familie, gab man den Taufnamen Adalbert, so nach dem heiligen Apostel der Preussen. Sein zweiter Name war Anton, nach dem grossen Heiligen aus Padua. Dieser Name des Brotvaters der Armen in aller Welt sollte für den kommenden Vater der Armen von Warschau besonders bedeutungsvoll werden. Der ver­kürzte Rufname Albert gemahnte ihn an den heiligen Albert mit dem Beinamen «der Grosse». Seine Heimatgemeinde war eine ausgesprochene Diaspora-gemeinde, in welcher der katholische Volksteil gesellschaft­lich und wirtschaftlich der ärmeren Volksschicht angehörte. Das pfarreiliche Leben in der Jugendzeit unseres Albert Kop­iin ähnelte den kirchlichen Verhältnissen im heutigen Polen. Arbeiter und Priester wurden in der Abwehr des atheisti­schen Marxismus gut Freund miteinander. Ein einschneidendes Ereignis im Leben des kleinen Albert bildet eine ernsthafte Erkrankung. In späteren Jahren - 1925 - berichtete der über seine Jugendzeit so Schweigsame einem Mitbruder: «Ich war noch sehr .jung - vermutlich im Alter eines ABC-Schützen - als ich schwer erkrankte, so schwer, dass der Arzt die Hoffnung für mich schon aufgegeben hat­te. Das stimmte mich ganz traurig. Inständig flehte ich den lieben Gott an, er möge mich wieder gesund werden lassen; zum Dank versprach ich, einmal Kapuziner werden zu wol­len.» Er war wohl einmal einem Kapuziner begegnet, der auf ihn einen solch nachhaltigen Eindruck gemacht hatte, dass er durch alle Jugendjahre seinem Vorsatz treu blieb. Ernsthafte Bedenken wegen der Studienkosten mochten bei der treu­katholischen Gesinnung des Vaters Koplin nicht aufgekommen sein.

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